Lorenzos Weingut
Seine Liebe für Wein hatte Lorenzo schon lange in seinem Herzen getragen, bevor er Eigentümer eines Weinguts geworden ist. Alles begann, als er noch ein kleiner Junge gewesen war. In seiner Kindheit liebte es Lorenzo, die dicht mit Weinstöcken bewachsenen Alleen entlangzuschlendern, die seinem Vater Francessco gehörten. Er war ein vermögender Mann, besaß ein eigenes Weingut und einen historischen Palast, der ein imponierendes Beispiel für die Renaissancearchitektur gewesen ist. Dieser wurde von Generation zu Generation weitergegeben, so dass auch Lorenzo eines Tages Erbe des von vielen Generationen geschaffenen Familienvermögens werden sollte. Leider forderte das Schicksal Lorenzo heraus und stellte ihn auf die Probe. Als der Junge gerade volljährig geworden war, erkrankte sein Vater schwer. Alle Pflichten, die bislang Francessco wahrgenommen hatte, lasteten nun auf den Schultern des jungen Mannes. Zuvor hatte Lorenzo seine gesamte Kindheit lang seinem Vater geholfen, indem er gemeinsam mit anderen Leuten im Weingut gearbeitet hatte. Dabei hatte er Erfahrung gesammelt sowie Verantwortungsbewusstsein und Tüchtigkeit erworben. Deshalb besaß unser Protagonist grundlegendes Wissen, um sich selber mit dem Weinbau zu befassen. Der Junge kümmerte sich um den Weinberg und zugleich pflegte er seinen Vater, der ihn mit offenem Stolz beobachtete. Als Francessco wieder genesen war, sagte er zu seinem Sohn: „Lorenzo, ich sehe, wie viel Dir der Weinbau bedeutet... Ich möchte Dir weiteres Wissen vermitteln, damit Du einen Schritt weitergehen kannst...” Innerhalb weniger Jahre erwarb Lorenzo dank seiner Tätigkeit, unter dem wachsamen Auge seines erfahrenen Vaters aus eigenen Fehlern lernend, das notwendige Wissen für die selbständige Weinherstellung. Von Herz und Instinkt geleitet, zögerte er dann nicht lange und entschloss sich, in seiner Heimatstadt Florenz, im Herzen der Toskana, ein eigenes Weingut zu gründen...